Außerordentlicher Bezirkshandballtag 2026
Udo Mühlsiegel wird Nachfolger von Wolfgang Fröhlich
Der Außerordentliche Bezirkshandballtag war vor allem der Nachwahl des Bezirksvorsitzenden geschuldet, da der seitherige Vorsitzende Wolfgang Fröhlich im Februar verstorben ist.
Die Tagesordnung ist den Vereinen fristgemäß zugegangen. Die Berichte sind ebenfalls den Vereinen rechtzeitig zur Verfügung gestellt worden, damit nur noch darüber gesprochen werden kann, wenn Fragen seitens der Vereine bestehen.
Anträge sind keine eingegangen und auch keine Dringlichkeitsanträge. Außerdem gab es auch keine Ergänzungen zur Tagesordnung, sodass direkt mit den Grußworten begonnen werden konnte.
Somit war folgende Tagesordnung für diese Versammlung gültig:
- Begrüßung & Grußworte (Verein, Bürgermeister, HHV-Vertreter) -
1. Feststellung der Anwesenheit und der Stimmenzahl
2. Wahl des Protokollführers
3. Wahl von 6 Mitgliedern des Wahlausschusses
4. Gedenken
5. Ehrungen
6. Berichte
a. Bericht des Bezirksvorsitzenden (Stv.)
b. Aussprache zu den Berichten der betr. Mitglieder des Bezirks-Spiel- Ausschusses, die den Vereinen bis zum 1. Mai 2026 vorliegen werden.
7. Aktuelle Änderungen der Satzung/Ordnungen d. Erw. Präsidium
8. INFO zu geplanten Änderungen der Verbandsstrukturen- Präs. G. Eckart
9. Anträge
10. Wahl eines Versammlungsleiters
11. Entlastung des Bezirksspielausschusses w. Ergänzungswahl - Bez. Vors.-
12. Wahl des Bezirks-Vorsitzenden (für die Restwahlperiode 2024-27)
13. Festlegung des Ortes für den Bezirkshandballtag 2027
14. Verschiedenes
Die Sitzung begann um 19:07 Uhr
Gerald Fischer übermittelte die Grußworte und begrüßte den Vertreter der Presse sowie Bernd Arndt als Vertreter des ortsansässigen Vereins TSG Bad-König. Anschließend hieß er auch den Präsidenten des Hessischen Handballverbands, Gunter Eckart, die mitgereisten Präsidiumsmitglieder sowie den Geschäftsführer Andreas Hannappel herzlich willkommen.
Anschließend richteten noch B. Arndt sowie G. Eckart ihre Grußworte an die Versammlung.
Vor Beginn der Tagung teilte G. Fischer mit, dass der Tagesordnungspunkt 11, die Entlastung des Bezirksspielausschuss, entfällt, da lediglich eine Ergänzungswahl für die Position des Bezirksvorsitzenden stattfindet. Die beim Bezirkshandballtag 2024 gewählten Personen üben ihre Funktionen weiterhin bis Mitte 2027 aus. Insgesamt reduziert sich die Tagesordnung somit auf 13 Punkte. Die geänderte Tagesordnung wurde von den Mitgliedern des Bezirkshandballtages einstimmig angenommen.
Die Einladung für den Bezirkshandballtag ist ordnungsgemäß eingegangen. Anträge gingen nicht ein.
1) Feststellung der Anwesenheit und der Stimmenzahl
Im Rahmen der Feststellung der Anwesenheit und der Stimmenzahl wurde die Gesamtzahl der Stimmen ermittelt. Dabei entfielen 249 Stimmen auf die Vereine und 8 Stimmen auf den Bezirksspielausschuss, sodass insgesamt 257 Stimmen festgestellt wurden. Der Bezirkshandballtag kann stattfinden.
2) Wahl des Protokollführers
Zur Wahl der Protokollführung wurde vonseiten des Bezirksvorstandes die Pressewartin Annalena Joos vorgeschlagen. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.
3) Wahl von 6 Mitgliedern des Wahlausschusses
Für den Fall einer geheimen Wahl des neuen Vorsitzenden des Bezirksvorstandes ist die Besetzung eines Wahlausschusses erforderlich. Die Vorschläge sollten sich möglichst auf verschiedene Vereine verteilen. Vorgeschlagen wurden Nico Jöckel (HSG Odenwald), Philipp Weidmann (HSG Rodenstein), Klaus Eubel (HSG Kahl/Kleinostheim), Thomas Hoffmann (TV Bürgstadt), Burkhart Müller (TV Großwallstadt) und Ralf Herbst (HSG Bachgau). Die vorgeschlagenen Personen wurden einstimmig in den Wahlausschuss gewählt.
4) Gedenken
Anschließend wurde an die im Handballjahr 2025/26 verstorbenen Sportsfreunde gedacht. Soweit bekannt, waren dies Werner Rücker vom TV Hösbach, Otto Fengel vom TV Schaafheim, Klaus Zöll vom TV Großwallstadt sowie der Bezirksvorsitzende Wolfgang Fröhlich von der TSG Bad-König, der im Februar dieses Jahres plötzlich und völlig unerwartet verstarb. G. Fischer bat die Anwesenden, sich zum stillen Gedenken an die Verstorbenen für eine Minute von ihren Plätzen zu erheben. Im Anschluss sprach er Worte der Erinnerung und dankte den Anwesenden für ihr Gedenken.
5) Ehrungen
Danach gab es noch die Ehrungen der Meistermannschaften der Aktiven und Jugend durch Udo Mühlsiegel und Tobias Merkel. Alle Mannschaften erhielten die Urkunde des HHV und jeweils einen Ball:
Männer BOL TV Großwallstadt 2
Männer Bezirksliga TV Beerfelden
Männer Bezirksklasse TV Großwallstadt 3
Männer 2. Bezirksklasse TV Beerfelden 2
Frauen BOL HSG Kahl/Kleinostheim
Frauen Bezirksliga TV Schaafheim
Jugend mA (BZÜ) HSG Preagberg (nicht aus unserem Bezirk)
Jugend mB HSG Erbach/Dorf-Erbach
Jugend mC JSG Wallstadt
Jugend mD HSG Kahl/Kleinostheim
Jugend wA (BZÜ) JSG Wallstadt
Jugend wB (BZÜ) JSG Wallstadt
Jugend wC TVG Junioren 2
Jugend wD TVG Junioren
Zusätzlich zu den Meistermannschaften wurden die männliche C-Jugend der TVG Junioren als Hessenmeister, die weibliche C-Jugend der JSG Wallstadt als Vize-Hessenmeister sowie die Frauen der HSG Bachgau als Meister der Oberliga Süd erwähnt.
Im Anschluss an die Ehrungen wurde auch das Torschützenranking vorgestellt:
Frauen
1. Jennifer Riegel mit 205 Toren vom TV Bürgstadt
2. Madleen Kowalski mit 166 Toren von der HSG Kahl/Kleinostheim
3. Hanna Bauer mit 148 Toren von der HSG Aschaffenburg 08
Herren
1. Konstantin Knabe mit 172 Toren vom TV Großwallstadt
2. Robert Sinizki mit 156 Toren vom TV Groß-Zimmern
3. Tobias Helfrich mit 139 Toren von der HSG Sulzbach/Leidersbach
Ehrenamtspreis 2026
Der Ehrenamtspreis 2026 ging an Aaron Lebert vom TV Niedernberg. Gewürdigt wurde sein besonderes Engagement für die Entwicklung des Jugendhandballs. Aaron Lebert ist aktiver Torhüter, trainiert drei Jugendmannschaften und übernimmt zudem die Jugendkoordination. Darüber hinaus setzt er sich mit großem Einsatz für die sportliche Entwicklung, den Teamgeist, die Gemeinschaft und die Freude am Spiel ein. Auch durch seine Arbeit im Bereich Social Media für den TV Niedernberg sowie durch die Entwicklung einer Trainer-App mit einer umfangreichen Sammlung von Trainingseinheiten und Übungen leistet er einen wertvollen Beitrag.
Udo Mühlsiegel dankte Aaron Lebert für seinen Einsatz.
Die Würdigung durch den Verband erfolgte durch Gunter Eckart, der sich im Namen des HHV den Worten von Udo Mühlsiegel anschloss. Seitens des Präsidiums wurden zudem Glückwünsche in Form einer Urkunde, einer Ehrenamtsplakette sowie eines Gutscheins überreicht.
6) Berichte
a) Bericht des Bezirksvorsitzenden (Stv.)
Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Gerald Fischer berichtete über einen insgesamt geregelten Spielbetrieb in allen Klassen und gratulierte allen Meistermannschaften der Aktiven und der Jugend im Namen des Bezirksspielausschusses herzlich. Im Jugendbereich nahmen im Spieljahr 2025/26 rund 270 Mannschaften an den Meisterschaftsrunden teil. Damit wurden nahezu die Vorjahreszahlen erreicht und zugleich etwa die Größenordnung im Verbandsgebiet bestätigt. Besonders erfreulich seien die Angebote der Vereine im Vorschulalter, etwa in der Form von Ballschulen oder vergleichbaren Sportangeboten für Kleinkinder.
Im Bereich Methodik wurde eine weiterhin steigende Nachfrage nach Trainer-Aus- und Weiterbildungen festgestellt. Vielen Vereinen sei bewusst geworden, dass eine gute Ausbildung von Kindern und Jugendlichen die Grundlage für einen später erfolgreichen Handballsport bilde. Auch die Bezirksauswahlmaßnahmen leisteten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung junger Spielerinnen und Spieler. Der Handballbezirk bemühe sich daher weiterhin, die zur Verfügung stehenden Mittel insbesondere in die Jugendarbeit und die Auswahlkader zu investieren. Die Mitarbeitenden im Arbeitskreis Methodik seien sehr motiviert gewesen und hätten im Berichtszeitraum bei den Hessen-Sichtungen gute Erfolge erzielt. In diesem Zusammenhang wurde auch den Vereinen für ihre geleistete Basisarbeit gedankt.
Die Rechtsfälle sind deutlich zurückgegangen. Lediglich in einem Fall musste am Ende des Jugendspieljahres 2025/26 ein Spiel der weiblichen E-Jugend kurz vor Spielende nach mehreren verbalen Angriffen durch einen Betreuer abgebrochen werden, da sich die Schiedsrichterin nicht mehr in der Lage sah, das Spiel fortzusetzen. Die Angelegenheit wurde durch das zuständige Bezirkssportgericht Jugend verhandelt; gegen den Betreuer wurden eine Zweispiel-Sperre sowie eine Geldstrafe verhängt. Ein solches Verhalten erschwere die Bemühungen der Vereine, insbesondere bei der Gewinnung von Nachwuchsschiedsrichtern, und schade zudem dem Image aller Beteiligten gegenüber den Zuschauern in den Sporthallen. Künftig werde bei vergleichbaren Verhaltensweisen noch genauer hingeschaut und gegebenenfalls auch härter sanktioniert.
Im Bereich der Schiedsrichtergewinnung habe es in den vergangenen Jahren weniger Probleme gegeben. Sowohl für das abgelaufene Handballjahr als auch für die neue Spielsaison hätten sich wieder zahlreiche Interessenten für die Schiedsrichter-Neulingsausbildung angemeldet. Dabei konnten auch erfahrene Handballerinnen und Handballer sowie frühere Schiedsrichter nach einer längeren Pause erneut für das Schiedsrichteramt gewonnen werden. Bei einem aktuellen Bestand von knapp über 200 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern bestehe derzeit kein Mengenproblem; das eigentliche Problem liege vielmehr in der zu geringen Zahl vorhandener Gespanne, um alle Meisterschaftsspiele abzudecken. Deshalb kam es mitunter vor, dass Spielklassen wie BOL, BL oder MJA nur mit einem Schiedsrichter geleitet werden mussten. Hier gelte es weiterhin, genügend Gespanne für den Spielbetrieb zu gewinnen.
Abschließend dankte Gerald Fischer der Presse für ihre Arbeit sowie allen Zeitnehmern, Sekretären, Trainern, Schiedsrichtern und Betreuern für ihr Engagement. Zugleich verwies er auf die neue Verbandsstruktur sowie auf die neue Spielsoftware iSquad, die künftig NuLiga ersetzen wird. Ebenso hob er die gute Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Bezirksspielausschusses, den Arbeitskreisen und Gremien im Bezirk sowie mit dem Präsidium und den Mitarbeitenden der HHV-Geschäftsstelle hervor.
b) Aussprache zu den Berichten der betr. Mitglieder des Bezirks-Spielausschusses, die den Vereinen bis zum 1. Mai 2026 vorliegen
Zu den vorgelegten Berichten des Bezirks-Spielausschusses gab es keine Anmerkungen oder Fragen.
7) Aktuelle Änderungen der Satzung/Ordnungen d. Erw. Präsidium
Es lagen 5 Anträge des Präsidiums vor, die zur Abstimmung standen.
SPO § 4 (2) – Zusatzbestimmung HHV
Der Antrag bezieht sich auf die verschiedenen Arten von Spielgemeinschaften, darunter auch FSG, MSG und ESG. Das Präsidium beantragte hierzu eine Ergänzung, wonach es ab der Saison 2027/28 nicht mehr zulässig sein soll, dass dieselben Stammvereine getrennte MSG und FSG bilden; stattdessen soll nur noch eine aus den Männer- und Frauenmannschaften zweier Vereine gebildete Erwachsenen-Spielgemeinschaft, eine sogenannte ESG, möglich sein. Begründet wurde dies mit Problemen bei der Schiedsrichterzuordnung sowie mit den zu erstellenden Sportbescheiden aufgrund der Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls. Nach Abwägung der berechtigten Interessen der Vereine konnte unser Bezirk diesen Antrag jedoch nicht unterstützen, da dadurch die von den Stammvereinen getroffenen Vereinbarungen über die Verantwortlichkeit für die jeweiligen Einzelspielgemeinschaften unberücksichtigt blieben. So ist beispielsweise bei einer FSG Verein A und bei einer MSG Verein B verantwortlich. Gerade in solchen Fällen empfinden die beteiligten Vereine dies als Zwang zur Gründung einer ESG, obwohl sie sich gemäß den Spielgemeinschaftsverträgen und den zugrunde liegenden Interessen eindeutig für die jeweilige Einzelspielgemeinschaft entschieden haben. Der Antrag wurde jedoch von den EP-Teilnehmern mehrheitlich angenommen.
§ 33 c) SCHO – neue geltende Schiedsrichterordnung ab dem 01.07.2026
Der Passus sieht vor, dass bei einer MSG, FSG oder ESG die beantragenden Vereine zusammen mit dem Genehmigungsantrag eine zahlenmäßige Aufstellung vorzulegen haben, aus der hervorgeht, wie viele Schiedsrichter der an der MSG, FSG oder ESG beteiligten Stammvereine jeweils in die Spielgemeinschaft übertragen werden. Darüber hinaus soll die bisherige Frist zum 01.04. eines Jahres für den Eingang des genannten Antrages bei der HHV-Geschäftsstelle auf den 15.09. eines Jahres verlegt werden. Dies wurde als sinnvolle Regelung bewertet, da nach der bisherigen Frist durchaus noch Änderungen bei Mannschaftsmeldungen oder -abmeldungen eintreten können. Der Antrag fand einstimmige Zustimmung.
§ 37 (4) SPO – Zusatzbestimmung HHV
Die bisherige Zusatzbestimmung sieht vor, dass auch in der Altersklasse Jugend D gemischte Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen können. Ab dem Spieljahr 2026/27 wird dieser Passus gestrichen und durch folgende Regelung ersetzt: Im HHV wird im Bereich der Jugend D und E zwischen männlichem und weiblichem Spielbetrieb unterschieden; hierbei handelt es sich um verschiedene Altersklassen im Sinne der SPO. Mädchen können dabei am Spielbetrieb der männlichen Altersklassen teilnehmen, Jungen jedoch nicht in den weiblichen Altersklassen.
zu § 2 FGO
Das Präsidium beantragte einige klarstellende Änderungen. Da die aktuelle Satzung des HHV lediglich eine Kasse vorsieht, soll anstelle der bisherigen Etatplanung der Bezirke, die sich im Wesentlichen auf die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben auf den HHV-Bezirkskonten sowie auf die Ergebnisse des Vorjahres stützt, künftig jährlich ein vom Präsidium zu genehmigendes Budget beantragt werden. Sollte das den Bezirken zugewiesene Budget zur Erfüllung ihrer Aufgaben nicht ausreichen, ist vom jeweiligen Bezirk ein begründeter Antrag auf entsprechende Erhöhung des Budgets an das Präsidium zu richten, das über die Bewilligung entscheidet. Der Antrag wurde vom EP einstimmig angenommen.
§ 36 der neuen Schiedsrichterordnung Teil D
Das Präsidium stellte einen Antrag auf Änderung der SCHO. Ab dem 01.07.2026 soll der entsprechende Paragraph dahingehend angepasst werden, dass Schiedsrichter, die neben ihrer Tätigkeit auch als Zeitnehmer/Sekretär, als neutraler Schiedsrichterbeobachter und/oder als Schiedsrichterbeobachter auf Verbandsebene durch einen HHV-Beauftragten eingesetzt werden, zu ihren Einsätzen als Schiedsrichter hinzugerechnet werden. Der Antrag fand einstimmige Zustimmung.
Ferner stimmte der EP einer vom Präsidium vorgeschlagenen moderaten Erhöhung der Meldegelder ab der Saison 2026/27 zu. Diese soll für die Dauer von zwei Jahren gelten. Die Vereine wurden hierüber zwischenzeitlich von der Geschäftsstelle informiert.
8) INFO zu geplanten Änderungen der Verbandsstrukturen Präs. G. Eckart und Geschäftsführer
Präsident Gunter Eckart und der Geschäftsführer Andreas Hannappel informierten über die geplanten Änderungen der Verbandsstrukturen und dankten zunächst allen Ausschuss- und Gremiumsmitglieder für die Mitarbeit an der Ausarbeitung. An der Erarbeitung waren alle Bezirke beteiligt; die vorgestellten Inhalte dürfen zudem im Verein weitergeben und publiziert werden. Ziel der Reform ist es, die Strukturen stärker an den tatsächlichen Bedarf anzupassen und damit den Vereinen zugutekommen zu lassen. Vorgesehen ist, den Personalstand des HHV sowie die Regionen entsprechend zu verändern; dabei sollen aus bislang sieben Bezirken künftig vier Regionen werden, wodurch der Spielbetrieb vollständig neu organisiert wird. Die Regionszugehörigkeit soll für den Spielbetrieb ab der C-Jugend bis hin zu den Aktiven keine Rolle mehr spielen, da der Spielbetrieb damit von den Regionen entkoppelt wird.
Für die Vereine des Odenwald-Spessart-Bezirks ist die Zugehörigkeit zur Region Süd-Ost vorgesehen. Änderungswünsche zur Regionszugehörigkeit können bis zum 15.09.2026 an die E-Mail-Adresse verwaltung@hessen-handball.de eingereicht werden. Die Saison 2026/27 soll als Qualifikationssaison für die neue Spielklassenstruktur dienen, die ab der Saison 2027/28 im neuen Modell umgesetzt werden soll. Künftig sollen die HHV-Spielwarte als Koordinatoren der Klassenleiter fungieren. Im Beriech des RSPA ist zudem ein neues Aufgabenprofil mit dem Schwerpunkt Mitgliederentwicklung vorgesehen. Im Rechtswesen soll es künftig drei Rechtsinstanzen für alle Verfahren im HHV geben. Als wichtige Termine wurden der 15.09.2026 als Rückmeldefrist für Änderungsvorschläge zur Regionszugehörigkeit, der 13.03.2027 für den AOVHT 2027 in Frankfurt sowie der 01.07.2027 als Starttermin der neuen Struktur genannt.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der beigefügten HHV Präsentation.
weitere Themen
E-Rechnungen
Ab dem 01.01.2027 müssen sämtliche Rechnungen des HHV an die Vereine als E-Rechnung versendet werden. Die Vereine müssen hierfür künftig in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen und zu verarbeiten, weshalb eine entsprechende Vorbereitung empfohlen wird. Der konkrete Typ der E-Rechnung wird in der zweiten Jahreshälfte in Abhängigkeit vom eingesetzten System mitgeteilt.
Zertifikat Ganztag
Der LSBH und die Sportjugend bieten den Zertifikatslehrgang „Sport und Bewegung im schulischen Ganztag“ an. Der Lehrgang umfasst 30 Lerneinheiten und berechtigt in Verbindung mit HHV-Kindersporthelferlehrgang dazu, landesweit an Schulen Sport- und Bewegungsangebote durchzuführen. Der entsprechende Link ist der beigefügten Präsentation zu entnehmen.
iSquad
Mit iSquad wird ein neues Spielsystem eingeführt, dessen Start derzeit für den 01.07.2026 geplant ist. Die Registrierung aller Nutzer sollte ab dem 21.05.2026 möglich sein, wobei sich dieser Termin möglicherweise noch verschieben kann. Offen ist weiterhin, ob der Einsatz in Hessen bereits zur Saison 2026/27 oder erst ein Jahr später erfolgt. Schulungsunterlagen und Anleitungen liegen derzeit noch nicht vor. Sobald Informationen, Materialien oder weitere Unterlagen verfügbar sind, wird hierüber informiert; bis dahin erfolgt die Abwicklung weiterhin über nuLiga. Der HHV-Antrag auf bundesweite Einführung im Jahr 2027 wurde abgelehnt.
Weitere Einzelheiten zu diesen Themen ergeben sich auch hier aus der beigefügten Präsentation.
Fragen
Fragen können gerne auch per E-Mail an die Geschäftsstelle des HHV gerichtet werden.
Auf der DHB-Seite ist ein Link für die Registrierung für die neue Spielsoftware iSquad zu finden, kann man sich über diesen bereits registrieren?
Über den auf der DHB-Seite hinterlegten Registrierungslink ist derzeit noch keine reguläre Registrierung für iSquad möglich, da man dort zunächst in einer Beta-Version landet. Der Zugriff wird voraussichtlich mit Einführung der finalen Version wieder entfallen.
Ab welcher Spielklasse wäre das Thema „Haftmittel“ ein Thema?
Nach aktuellem Stand ist das Thema „Haftmittel“ lediglich für die Regionalliga vorgesehen. Der HHV wird hierzu voraussichtlich nochmals eine Abfrage bei den Vereinen durchführen, um deren Haltung zu diesem Thema zu ermitteln.
Wann wird besprochen, wann die neuen Regionen kommen? Ab wann wird es vermutlich verbindlich sein und auch die Ligenregelung greifen?
Die Frage, ab wann die neuen Regionen verbindlich gelten und die Ligenregelung greift, wird am 13.03.2027 besprochen und beschlossen.
Wer nimmt die Einteilung der Klassen auf regionalen Gesichtspunkten vor? Gibt es hier die Möglichkeit für ein Beispiel?
Die Einteilung der Klassen nach regionalen Gesichtspunkten erfolgt durch eine hierfür eingesetzte Kommission aus sieben Personen. Die Einteilung der Klassen wird jedes Jahr neu festgelegt. Beispielhaft für die Einteilung der Klassen, kann hierzu eine vom HHV bereitgestellte Excel-Tabelle herangezogen werden. In der Kommission sind unteranderem Vertreter aus dem Bereich Spieltechnik, Spielwart und weiteren Fachbereichen beteiligt. Die Einteilung erfolgt auf Grundlage der Fahrtstrecken sowie der Kooperationen im Jugendbereich.
Gibt es schon Hochrechnungen zu der Anzahl der gemeldeten Mannschaften im neuen Regionsmodell?
Konkrete Hochrechnung zur Anzahl der gemeldeten Mannschaften im neuen Regionsmodell liegen derzeit noch nicht vor. Aufgrund der Berücksichtigung der Fahrstrecken dürfte dies jedoch keine wesentliche Rolle spielen.
Wer teilt ein, wer wo spielt?
Die Einteilung, wer künftig wo spielt, erfolgt durch die hierfür eingesetzte Kommission. Der Fragesteller regte an, die Einteilung nach festen Regeln beziehungsweise Vorgaben vorzunehmen, um Diskussionen zu vermeiden.
9) Anträge
Es lagen keine Anträge vor.
10) Wahl eines Versammlungsleiters
Da der Bezirksspielausschuss noch vollständig im Amt ist, wurde eine Wahl eines Versammlungsleiters als nicht erforderlich angesehen. Auf Vorschlag von G. Fischer wurde Roland Keck dennoch einstimmig als Versammlungsleiter festgelegt.
11) Entlastung des Bezirksspielausschusses w. Ergänzungswahl – Bezirksvorstand
Eine Entlastung des Bezirksspielausschusses erfolgte nicht, da dieser regulär bis Mitte 2027 im Amt bleibt. Lediglich der Bezirksvorsitzende wurde im Rahmen einer Ergänzungswahl neu besetzt, nachdem der bisherige Bezirksvorsitzende Wolfgang Fröhlich verstorben war.
12) Wahl des Bezirksvorsitzenden (für die Restwahlperiode 2024-2027)
Zur Wahl des Bezirksvorsitzenden für die Restwahlperiode 2024 bis 2027 fragte Roland Keck vom Bezirksvorstand, ob eine geheime Wahl gewünscht sei. Dies wurde nicht gewünscht. Als Bezirksvorsitzender wurde Udo Mühlsiegel auf Vorschlag des Bezirksvorstandes und ohne weitere Vorschläge einstimmig gewählt. Er nahm die Wahl an und bedankt sich für das Vertrauen. Zudem warb er dafür, dass die Vereine die neue Strukturierung des Verbandes unterstützen sollen, da er hierin Vorteile für die Vereine sieht.
13) Festlegung des Ortes für den Bezirkshandballtag 2027
Die Festlegung des Ortes für den Bezirkshandballtag 2027 wurde von Udo Mühlsiegel geleitet. Dabei wurde festgehalten, dass es künftig nur noch einen Bezirkshandballtag geben soll. Die Vereine im Landkreis Miltenberg wurden darauf hingewiesen, sich gemeinsam auf einen Verein als Ausrichter festzulegen.
14) Verschiedenes
Der letzte Spieltag der vergangenen Saison fand bereits am Vortag statt, sodass der neue Saisonkalender ab sofort greift. Die Klassenzugehörigkeiten haben sich entsprechend geändert und wurden den Vereinen bereits per separater E-Mail mitgeteilt. Im Damenbereich möchte der TV Schaafheim sein Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen; dies bleibt ohne Sanktionen, da der Verein bereits in der untersten Liga spielt. Auch die HSG Kahl/Kleinostheim möchte das Aufstiegsrecht in die Damen-OL nicht wahrnehmen, sodass Groß-Umstadt aufsteigen soll; dies ist mit Groß-Umstadt abgestimmt. Beide Vereine sollen dies schriftlich an den HHV, Thomas Mayer, sowie per E-Mail an Udo Mühlsiegel melden. Der TV Beerfelden möchte von der zweiten Bezirksliga nicht in die erste Bezirksliga aufsteigen; hierzu steht eine Entscheidung noch aus, die bis Mitte der Woche an Udo Mühlsiegel zu melden ist.(zwischenzeitlich hat sich Beerfelden 2 für den Aufstieg entschieden). Bei der HSG Aschafftal ist derzeit noch offen, ob künftig weiterhin drei Mannschaften gemeldet werden können; dies befindet sich noch in Klärung und gegebenenfalls ist ein Rückzug vorgesehen. Zudem wurden vier Neumeldungen und zwei Abmeldungen verzeichnet. Der Meldeschluss für die Jugendmannschaften ist der 24.05.2026, das Ende der Eingabe der Anwurfzeiten der 01.08.2026. Der Saisonstart ist für den 15.09.2026 vorgesehen, wobei kein Gebrauch vom Ausweichtermin gemacht wird. Aufgrund der WM 2027 gelten außerdem zwei Spielverbote an den Wochenenden 16./17.01.2027 und 31.01.2027.
Fragen
Im Rahmen der Aussprache wurde gefragt, wie andere Landesverbände bereits strukturiert sind. Dazu wurde erläutert, dass sich in Baden-Württemberg die drei bisherigen Verbände zu einem Verband zusammengeschlossen haben und vergleichbare Veränderungen auch in anderen Landesverbänden bereits in jüngerer Vergangenheit umgesetzt wurden. Insgesamt sei in allen Landesverbänden eine große Dynamik zu beobachten.
Zuletzt wies G. Eckart zudem darauf hin, dass es im Odenwald-Spessart Bezirk einen neuen Jugendverein gibt: Die HLG Babenhausen/Hainburg nimmt mit den Altersklassen A, B und C ab dem 01.07.2026 am Spielbetrieb teil.
15) Schlusswort und Verabschiedung
Zum Schluss bedankte sich G. Eckart für die Teilnahme und die konstruktiven Diskussionen. Anschließend dankte U. Mühlsiegel den Versammlungsmitgliedern für ihre Teilnahme und Beiträge, wünschte allen einen guten Heimweg, eine erfolgreiche Saison 2026/27 sowie schöne Pfingsten und beendete die Sitzung.
Ende der Sitzung 21:18 Uhr
Anlage: HHV Präsentation AGENDA2028

VL. Annalena Joos, Christian Eisenhauer, Roland Keck, Gerald Fischer, Udo Mühlsiegel, Torsten Beilstein, Manueala Strobel, Reinhard Arnold, Gunter Eckart.
es fehlten: Markus Maidhof, Georg Caps, Tobias Merkel, Matthias Schmitt.